Das Fazit nach zwei intensiven Tagen? JEIN. KI beschleunigt Foresight-Prozesse – aber Geschwindigkeit allein ist kein Qualitätsmerkmal. In den Diskussionen wurde deutlich: Wer KI einsetzt, braucht nicht weniger, sondern mehr methodische Reflexion. Die Gefahr liegt nicht darin, dass KI Analyst:innen ersetzt, sondern dass sie die inhaltliche Tiefe verflacht – wenn wir es zulassen.
Drei Punkte, die uns besonders beschäftigen:
Verantwortung darf nicht diffundieren. Wenn KI Entscheidungsgrundlagen liefert, muss trotzdem klar sein, wer die Verantwortung für strategische Einschätzungen trägt. Red-Teaming-Ansätze können helfen, KI-gestützte Ergebnisse systematisch herauszufordern.
Digitale Souveränität ist kein Luxus. Ohne Autonomie bei KI und Sprachmodellen entstehen strategische Abhängigkeiten. Europa muss bei der Qualität eigener Modelle aufholen – und wo externe Modelle eingesetzt werden, müssen sie in eigenen Umgebungen laufen, ohne die Möglichkeit, nach Hause zu telefonieren.
Zukunftskompetenzen müssen gelehrt werden. Die neuen technischen Möglichkeiten – von 3D-Szenarien bis zu KI-generierten Zukunftsfilmen – sind enorm. Aber sie erfordern kritisches Denken, Quellenkompetenz und das Bewusstsein, dass Zukunftsbilder konstruierte Vorstellungen sind, keine Prognosen.
Den ausführlichen Workshopbericht mit allen Ergebnissen aus sechs Arbeitsgruppen, drei Panels und einem Kommentar von André Winzer haben wir gemeinsam mit der Advanced Foresight Group veröffentlicht:
→ Zum vollständigen Artikel auf dem Blog der Advanced Foresight Group
Schaltzeit begleitet Organisationen bei der Integration von KI in Foresight- und Strategieprozesse. Sie haben Fragen oder möchten einen Workshop planen? Sprechen Sie uns an.


